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Radikalisierungsprävention 2021

RASSISMUSNICHTSEIN - Meine Welt ohne Rassismus

Im Rahmen der Präventionsarbeit gegen Extremismus und zur Stärkung von Demokratiekultur führen die Offenen Jugendarbeiten Bludenz Villa K. und Jam Schruns dieses Jahr in einer Kooperation mit der Studentin Luisa Bahl ein partizipatives Filmprojekt durch, bei dem Jugendliche, die von Rassismus betroffen sind, eine Plattform bekommen. In diesem Kurzfilm berichten Betroffene* über ihre persönlichen Erfahrungen, mit der Intention, andere junge Menschen und die Öffentlichkeit für das Thema Rassismus und Diskriminierung in Vorarlberg zu sensibilisieren.

Am ersten Drehtag in der Klarenbrunn Fabrik Bludenz am 11. April wurden sechs Jugendliche unter der Moderation der jungen Mediendesign Studentin Luisa Bahl interviewt. Sie initiierte das Projekt und ist federführend in der Organisation, Durchführung und  Produktion des Kurzfilms. Begleitet wurde sie dabei vom professionellen Kameramann Kurt Gehring, einem Kernteam von Jugendlichen und den Jugendarbeitern Antonio Della Rossa und Marco Wagner.

Alle Menschen, die sich von diesem Projekt angesprochen fühlen, die sich Gedanken zum Thema Rassismus machen, aktiv sind, die betroffenen Jugendlichen Gehör schenken wollen oder neugierig sind, waren dazu eingeladen diese Interviews im Mai anhand einer Videoinstallation in der Remise Bludenz oder im Sternensaal in Schruns zu besichtigen. Die rund 150 Besucher*innen waren berührt von den Geschichten.

Alle Infos zum Projekt sind auch auf Instagram unter RASSISMUSSNICHTSEIN, den Homepages und den Social Media Kanälen der Villa K. Bludenz und Jam Schruns zu finden.

Vielen Dank an alle Unterstützer*innen dieses Projekts, darunter der Dachverband der Offenen Jugendarbeit Vorarlberg KOJE, der Fabrik Klarenbrunn Bludenz für die Nutzung der Räumlichkeiten, Remise Bludenz, der Stadt Bludenz und der Gemeinde Schruns.  



Radikalisierungsprävention 2020

Empowerment - 
Ein Projekt zur Stärkung der Demokratiekultur

Die Offene Jugendarbeit Bludenz Villa K. führte 2020 zur Radikalisierungsprävention ein Kooperationsprojekt mit der Offenen Jugendarbeit Jam Schruns durch. Dieses gestaltete sich vorwiegend durch eine digitale Veranstaltungsreihe, bei der sich die Jugendlichen in Online Meetings unter Leitung von Expert*innen und Jugendarbeiter*innen inhaltlich mit verschiedenen Formen von antidemokratischem Denken auseinandersetzten.

Anhand von Vorträgen, Diskussionsrunden und interaktiven Online Workshops hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich näher mit den Themen ExtremismusRassismus und Sexismus zu beschäftigen. Digitale Jugendarbeit hat es in den schwierigen Zeiten der Pandemie und des „social distancing“ möglich gemacht, den Kontakt zu den Jugendlichen aufrecht zu erhalten und darüber hinaus wertvolle Sensibilisierungsarbeit zu Themen und zu Ereignissen zu leisten, die im Jahr 2020 gesellschaftspolitisch relevant waren und teilweise die ganze Welt schockiert haben. Hier sei der öffentliche Mord an George Floyd in Amerika erwähnt,  aber auch Attentate in Europa im Zeichen des politischen Islams, darunter der traurige Anschlag vom 2. November in Wien, bis hin zur Stürmung des amerikanischen Kapitols, ein Symbol der Demokratie, durch rechtsextreme Trump Anhänger, kurz nach der Jahreswende, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Ereignisse, ein zunehmendes Erstarken von Verschwörungstheorien, extremistischem Denken und eine allgemeine, spürbare Zunahme von Angst und Unsicherheit in der breiten Bevölkerung, haben die Jugendarbeiter Marco Wagner und Antonio Dellarossa zusätzlich darin bestärkt, ein Projekt zur Stärkung der Demokratiekultur durchzuführen. 


Welchen Nutzen konnten die teilnehmenden Jugendlichen aus dem Projekt lukrieren? Dazu sind verschiedene Jugendliche interviewt worden und selbst zu Wort gekommen


Noreen, 19

"Ich bin immer wieder überwältigt, wie sehr sich die Menschen nach der #blacklivesmatter- Bewegung, bemühen, sich weiterzubilden und zu lernen. Die Diskussionsrunde war genau das, was unsere Gesellschaft dringend braucht: Man muss in den Diskurs gehen und bereit sein zu lernen. Und an dieser Stelle muss ich mich bei den Organisatoren Antonio und Marco für diesen tollen Event bedanken! Education is the key to almost every problem!“


Benjamin, 18

"Ich war positiv überrascht, wie viele Menschen sich für das Thema interessieren und finde es wichtig, dass Rassismus auch nach der ganzen Medienpräsenz aufgearbeitet wird. Es benötigt mehr Plattformen wie diese, in denen Menschen über Rassismus aufgeklärt werden können. Denn wie so oft ist Bildung und Aufklärung der Schlüssel zur Problemlösung.“  


Lukas, 24

„Ich finde es ein super Sache, dass es die Zoom Meetings gab und das Projekt. Es ist so wichtig, dass man solche Themen auch online mit Jugendlichen bearbeitet. Ich bin froh über das Angebot und hoffe es gibt eine Fortsetzung."


Marco Wagner und Antonio Dellarossa äußern sich als Projektleitende folgendermaßen:

„Trotz anfänglicher Bedenken gegenüber einer Digitalisierung des Projekts, der schwierigen Umstände durch die Corona Pandemie und einer mehrmaligen Umplanung gelang es der OJA Bludenz und der OJA Montafon wertvolle und nachhaltige, digitale Workshops zur Stärkung der Demokratiekultur für Jugendliche anzubieten. Die Feedbacks der Jugendlichen und die Anzahl der Teilnehmer*innen motivieren uns für 2021 ein neues Projekt zur Stärkung der Demokratiekultur durchzuführen.“

An dieser Stelle ergeht ein Dankeschön an alle Teilnehmer*innen, Expert*innen und Partner*innen, besonders auch an die KOJE - Dachverband der Offenen Jugendarbeit Vorarlberg, die auch 2020 allen Mitgliedseinrichtungen finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt hat, um extremistischem Gedankengut bei Jugendlichen vorzubeugen.

Hier findest du einige der Vorträge zum Nachhören: 

https://soundcloud.com/user-964079722 


Gesellschaftliche Superlative: extrem – radikal – und du?

In der Villa K. In Bludenz stellen wir uns immer wieder gesellschaftlichen Phänomenen, denen wir auf den Grund gehen wollen. Ein Beispiel dafür ist der – leider – immer aktuelle und immer aktueller werdende Themenbereich rund um das Extreme bis hin zum Radikalen. Du weißt sicher aus eigener Erfahrung, dass das Motto „Höher, schneller, weiter, besser“ in unserem kapitalistischen System Hochkonjunktur hat – und das hat weitreichende Folgen, die das Leben von jeder bzw. von jedem von uns betreffen.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, aber auch die Tatsache, dass Jugendliche in der heutigen Zeit gesellschaftlich fast dazu gezwungen werden, aus der Masse herauszustechen, zählt dazu. Nicht selten kommen Jugendliche in solchen Phasen mit radikalem Gedankengut in Kontakt, das nicht dann nur aufgrund des Zugehörigkeitsgefühls zu einer sozialen Gruppe identitätsstiftend wirkt, sondern auch einfache Antworten auf komplexe Fragen liefert. Da stellen sich natürlich die Fragen. Wo stehe ich in diesem System? Und vor allem: Wie stehe ich dazu?

Ein „extremes“ Angebot für gelebte Vielfalt

In der Villa K. treffen sich viele Menschen mit verschiedenem ethnischem, kulturellem und sozialem Hintergrund, die sich mit radikalem, gewaltverherrlichendem und teils antisemitischem Gedankengut beschäftigen und/oder identifizieren. Um dem entgegenzuwirken und wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten, bietet die Villa K. in Bludenz Workshops und Aktionstage an, die um die Themen Identität, Radikalisierung und Diskriminierung kreisen. Workshops in Form von Argumentationstrainings, Berichte von externen Expert*innen und Referent*innen und die Teilnehmer*innen, die sich und ihre Ideen nicht nur selbst einbringen dürfen, sondern ausdrücklich sollen, arbeiten an einer Antwort auf die Frage, wie eine positive Radikalisierung aussehen könnte, denn in der Villa K. regiert die Vielfalt!

So erreicht ihr uns:

Offene Jugendarbeit Bludenz (OJAB) - Villa K.

Jellerstraße 16
6700 Bludenz

Telefon +43 5552 33 023
Mobiltelefon +43 676 5644706

%6F%66%66%69%63%65%40%76%69%6C%6C%61%6B%2E%61%74

Öffnungszeiten

Mo: 12:00-14:00
Tu: 12:00-14:00
We: 12:00-14:00
Th: 12:00-14:00, 16:00-21:00
Fr: 12:00-14:00, 16:00-21:00
Sa: 14:00-17:00, 17:00-21:00

Mo-Fr Mittag gibt es die Möglichkeit, im Café die Mittagspause zu verbringen. Dienstag- und Mittwochnachmittag sind unbegleitete Zeiten im Café. An diesen Tagen ist nur nach Bedarf geöffnet. Bei Konzerten, Partys, Festen etc. können die Öffnungszeiten bis 02:00 Uhr variieren.